Blogstöckchen – Runde zwei

Avola, bananepic und wtfimcool von Orkig im Geschmack haben ein Blogstöckchen gefangen und es mit interessanten Fragen an Questinpeace, Nerd-Germany und mich weitergereicht.

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Und da die drei schon einige Zeit auf die Antworten warten, geht es nun ohne Umschweife los ;D

1. Unterstützt ihr irgendwelche PnP auf Kicksarter? Wenn ja, warum und welche?
Letzten Monat habe ich MAGUN auf Kickstarter unterstützt. Es ist das erste Projekt, das ich über ein Crowdfunding unterstützt habe, aber die Illustrationen strahlten mich mit einem „du musst mich unbedingt haben“-Lächeln an und dazu klingt die Welt hinter den Zeichnungen auch ziemlich interessant 🙂


2. Was sind eure go-to Systeme? Welches System holt ihr immer mal wieder raus, wenn ihr eben mal PnP zocken wollt?
Mal eben PnP zocken ist, bei einer Runde die viel Wert auf Charakterspiel legt, eher schwierig.
Wobei ich mir vorstellen kann, dass man mit Fate ohne große Vorbereitung einen Abend füllen kann. Ausprobiert habe ich so etwas jedoch noch nicht ^^


3. Was haltet ihr davon, wenn jemand einen Charakter mit einem anderen Geschlecht als seinem eigentlich spielen will?
Damit habe ich kein Problem. In unseren PnP-Runden werden oft die Geschlechter getauscht und neulich las ich einen Kommentar, der meiner Meinung nach eine ziemlich gute Antwort auf die Frage ist.
Zusammengefasst wurde dort gesagt, dass wenn man im Rollenspiel eine andere Rasse verkörpern darf, die der eigenen sehr viel fremder ist, wie es der Unterschied zwischen Mann und Frau je seien könnte, dann kann es eigentlich nicht das Problem sein, wenn das Geschlecht gewechselt wird.


4. Macht ihr in längerem Abstand eine richtig lange Session, oder lieber regelmäßig 3-4 Stunden Sessions?
Mit unserer Hauptrunde sitzen wir ca. alle 4 Wochen gute 10 Stunde am Tisch und die Zeit brauchen wir auch ^^
Sieben Mitspielern produzieren immer reichlich Charakterspiel, welches nicht in ein paar Sätzen abgehandelt ist 😉
Bei den anderen Runden spielen wir auch nur mal am Abend (wobei ein Abend natürlich auch bis tief in die Nach gehen kann ;D).


5. Mögt ihr kleinere, familiäre Cons lieber oder die großen „spektakulären“?
Ich mag beide Arten von Conventions. Die großen, wie die RPC, finde ich zum Staunen und Schauen gut, aber für Gespräche und Anspielen von neuen Systemen mag ich die kleineren, familiären Cons lieber.


6. Was war das außergeöhnlichste PnP-System, das ihr je ausprobiert habt?
Irgendwie habe ich noch nie ein wirklich außergewöhnliches PnP-System ausprobiert. Aber auf meiner „To-Play-Liste“ steht „Das Land Og“ ganz weit oben.


7. Seid ihr lieber Spielleiter oder Spieler?
Ich bin mag es Spielleiter zu sein und die Spieler in eine andere Welt zu entführen, aber ich erfülle auch gerne als Spieler meinen Charakteren mit Leben.
Wenn ich mich nun entscheiden müsste, würde ich sagen Spieler. Denn einige Charaktere sind mir mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen und ich möchte ihre „Geschichte“ noch ein bisschen voranbringen.


8. Was ist euer Lieblingsgenre beim PnP?
Am wohlsten fühle ich mich im Fantasy. Wobei ich mich im SciFi, solange es nicht in Raumschlachten endet, auch heimisch fühle.


9. Habt ihr schon Mal einen eurer Charaktere verloren? Wenn ja, wie ist es passiert und wie seid ihr damit umgegangen?
Gestorben ist noch keiner meiner Charaktere <puh, Schweiß von der Stirn wisch>.
Jedoch ist meine dicke (DSA) Schwarzmagierin nun ein NSC, da sie in nicht absehbarer Zeit wieder in freien Diensten stehen wird.
Die gute Dame hatte sich einem Suchtrupp angeschlossen, der in die Katakomben von Fasar hinabstieg.
Leider waren wir nicht sonderlich feinfühlig dabei, so dass wir ausgetrickst und zu Boden geschickt wurden.
Als die Magierin wieder zu sich kam, hatte sie statt einer Hand eine Prothese und ihr wurde verkündet, dass sie nun in den Diensten einer wohlhabenden Familie steht.


10. Gibt es eine Klasse (oder Rasse), von der ihr lieber die Finger lasst?
Von arroganten Charakteren lasse ich lieber die Finger. Deren Darstellung würde mir vermutlich nicht gut gelingen.
Ansonsten stehe ich eigentlich allen Klassen und Rassen offen gegenüber.


11. Was haltet ihr davon, wenn die Charaktere zweier Spieler eine Beziehung führen? Gehört das für euch zum Rollenspiel bei Pen and Paper dazu oder könnt ihr darauf ganz gut verzichten?
Beziehungen gehören für mich im Rollenspiel dazu. Ob es sich nun unter SCs oder SC und NSC ergibt ist mir egal. Solange nicht ganze Abende mit Lagerfeuerromantik gefüllt werden, darf so etwas gerne ausgespielt werden. Außerdem kann es auch Spannung an den Spieltisch bringen, wie ich es selbst erlebt und im Beitrag „[RSP-Karneval] Love is in the air“ geschildert habe.




Und ganz im Sinne des Blogstöckchen reiche ich es, mit 11 neuen Fragen, weiter und freue mich auf Antworten von:
Clawdeen,
Talasu „Aus den den Schatten“ und
Tarin „Der Goblinbau“,
sowie jedem der Lust hat das Stöckchen zu ergreifen!


1. Warum bist du Rollenspieler und was fasziniert dich daran?
2. Wie viel Zeit hast du schon mit deinem ältesten Rollenspielcharakter verbracht und was ist es für einer?
3. Muss es in einem Abenteuer mindestens einen Kampf geben oder kann es auch gewaltfreie Lösungen geben?
4. Im Rollenspiel tauchen oft ungewöhnliche Namen auf. Einigt ihr euch am Tisch auf die Aussprache oder wie kommt ihr auf die Lösung (z.B. das ‚y‘ statt ‚i‘ oder Dopplungen die im Deutschen nicht vorkommen, wie das ‚ii‘)?
5. Machst du dir während dem Rollenspiel Notizen oder kannst du dir alles merken?
6. Wie ist das in deiner Runde, seid ihr mehr Frauen/Männer oder ist es ausgeglichen?
7. Gibt es einen festen Spielleiter oder wechselt ihr euch ab?
8. Wie koordiniert deine Runde die nächsten Spieltermine?
9. Manche Runden streamen ihre Sitzungen. Schaust du dir solche Videos an und könntest du dir vorstellen so etwas mit deiner Runde mal auszuprobieren?
Liebe Clawdeen, vielleicht magst du hier verraten, was dich antreibt deine Runden aufzuzeichnen und anderen zu präsentieren?
10. Der Herbst steht vor der Türe, wie vertreibst du deine Zeit, wenn es draußen stürmt und regnet?
11. Im Supermarkt stapelt sich schon das Weihnachtsgebäck. Was muss dieses Jahr unbedingt unterm Baum liegen?

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4 comments

  1. […] ersten Blogstöcken im März von RPGnosis, flog mir nun über den zwitschernden Vogel ein weiteres Stöckchen von Papierheldin zu. Also nehme ich mir mal die Zeit und werde die anhängenden Fragen […]

  2. […] Blogstöckchen wurde ihm selbst von der Papierheldin zugeworfen und Talasu hat es an Tenebrus von Malfeas, an RPGnosis und an mich […]

  3. Sal sagt:

    Ein paar sehr schöne und vage bekannte Antworten (ich blicke Dich an Frage 3!), : )

    Wobei ich bei Frage 2 ein bisschen schwanke. Wenn ich dichtes Charakter-Spiel als Vorgabe berücksichtige, würde ich (aus Spielersicht) in die Richtung Unknown Armies tendieren. Die vorgefertigten Oneshots bringen in der Regel richtig gute Charakter mit, die gut aufeinander abgestimmt sind, um Konflikte und Interaktion zwischen den Charakteren zu schüren. Damit habe ich schon richtig gute Sitzungen mit viel hervorragendem Charakterspiel erlebt. Das setzt natürlich voraus, dass man mit dem mitgelieferten Hintergrund sich schnell einfühlen kann.

    Ansonsten ist mein Spielertrick, immer denselben Charakter zu spielen und nur im Detail an das jeweilige Setting anzupassen. (Zugegeben, ich mag den Charaktertypus einfach und spiele ihn hauptsächlich deshalb ständig, aber hilft trotzdem ungemein, schnell in einen (neuen) Charakter hineinzukommen.)

    Aus Spielleiter-Sicht überfordert mich die Frage. Ich merke das ständig, dass ich für spontane Runden ständig vor den regelleichten Systemen stehe und mich nicht entscheiden kann. (Typischer Fall von „Ich habe einfach nichts zu spielen“. *unschuldig pfeifen*) Beyond der Wall ist für mich in letzter Zeit ein richtig guter Schritt gewesen.

    • Papierheldin sagt:

      Immer diese Antworten auf Frage drei ;D

      Unkown Armies habe ich mir noch nie angesehen, vielleicht ist es mal eine Reise aus dem üblichen Dunst wert 🙂

      Vorgefertigte Charaktere finde ich meist etwas schwieriger. Irgendwie fehlt mir oft der richtige Ansatz, wenn ich mich in der Spielwelt noch nicht so gut auskenne. Und einfach nur den ‚Haudrauf‘ spielen mag ich nicht immer 😉

      Aus Spielleiter-Sicht würde ich vielleicht zu etwas tendieren, wo ich etwas Regelfester bin, da ich mir zwar reichlich Fluff merken kann, aber die Regeln gerne mal vergesse ^^