Der Hype des Entkommens

Ende des letzten Jahres schossen diverse Escape Rooms, wie Pilze aus dem Boden und irgendwann war für mich ein Besuch unausweichlich.

Quelle: flaticon

Zunächst besuchten wir in einem fünfköpfigen Team einen Einsteigerraum. In diesem Raum sollten wir die Welt vor dem Ausbruch eines Virus schützen. Da noch keiner aus unserem Team einen Escape Room besucht hatte, waren wir die ersten Minuten recht planlos und stöberten ohne großes Ziel durch den Raum. Doch nachdem das erste Schloss geöffnet war, machte es „klick“ und wir retteten nach 37 Minuten die Welt.

Geflasht traten wir, in einer etwas anderen Teamkonstellation, einige Wochen später „den letzten Akt des Magiers“ an. Diese Raum hatte mehr Rätsel und einen höheren Schwierigkeitsgrad, was sich auch an der Restzeit von 57 Sekunden deutlich bemerkbar machte.
Leider hatten wir viel Zeit bei einem Rätsel verloren, welches zwar korrekt gelöst wurde, dessen Mechanismus aber erst später und unwillkürlich auslöste – zumal nicht ersichtlich war, dass man das Rätsel schon korrekt gelöst hatte, wir es also einige Male ausprobierten.

Quelle: Kosmos.de

Letzten Monat öffneten wir dann unser erstes „Exit“ Spiel von Kosmos. So landeten wir nach einer Autopanne in der „verlassenen Hütte“.
Bis zu diesem Spieleabend fragte ich mich, wie wohl die Macher des Spieles es schafften, eine falsche Antwort aufzuzeigen – im Escape Room würde sich schließlich das Schloss einfach nicht öffnen lassen. Aber das Kartensystem von Kosmos ist auch in diesem Fall ziemlich ausgetüftelt und zeigt einem an, dass die Antwort falsch ist ohne gleich etwas zu verraten.
Auch die Spannung leider nicht darunter, nicht in einem liebevoll gestalteten Raum zu stehen, sondern am Esstisch zu sitzen – man möchte so schnell wie möglich, ohne zuviele Hilfekarten das Geheimnis lüften.
Nach 90 Minuten und drei Hilfekarten konnten wir endlich die imaginäre Türe öffnen und gewannen mit dem Spiel gleich neue Mitspieler für einen Escape Room.

Vor drei Wochen raubten wir, in unserer ersten Teamkonstellation, einige Juwelen aus einem Escape Room und flohen sieben Minuten vor der Polizei.
Der Raum sah zunächst sehr klein aus, doch nach einiger Zeit öffnete sich eine weitere Türe und machte die Sache recht komplex mit viel Gewusel und Gerufe ;D




Schade bleibt nur, dass man jeden Raum / jedes Spiel nur einmal spielen kann und der Preis, gerade in Escape Rooms, recht hoch ist.
Aber ich denke, dass jeder der gerne knöstert und Spaß an Rätseln oder auch Point & Click Adventures hat auf seine Kosten in einem Escape Room oder „Exit“ Spiel kommt.

Bald schon steigen wir in die „Time Machine“, welche ohne klassische Schlösser auskommen soll.
Wir sind schon sehr gespannt.


Und wie sind eure Erfahrungen mit „Exit“ Spielen und/oder Escape Rooms oder könnt ihr dem Ganzen nichts abgewinnen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 comments

  1. Das las sich cool! Hier in Kiel gibt es auch solche Spiele, wie ich eben sah. Das Exit-Spiel von Kosmos klingt aber auch sehr gut.

    Vielen Dank für den Beitrag :)

  2. Kadomi sagt:

    Ich finde Escape Rooms super. War bisher nur in einem Raum in Düsseldorf, den wir zu dritt mit weniger als einer Minute Restzeit gepackt haben. Wobei ich jetzt nicht die ideale Spielerin bin, denn Rätsel lösen war noch nie mein Ding. Bei Adventures musste ich mir früher immer Komplettlösungen suchen. ;-) Aber Spaß macht es trotzdem, vor allen Dingen wenn’s ein schöner Raum ist.

    Exit kann ich mir noch gar nicht so richtig vorstellen, aber ich will auf der Spiel mal zuschlagen und mir eins davon zum Testen gönnen. Sind ja relativ günstig!

    • Papierheldin sagt:

      Wenn man sich das Exit Spiel mit den Mitspielern teilt, kostet es auch nur einen Bruchteil von einem EscapeRoom (: und auf der Spiel erwischt du vielleicht den Messepreis.