[Reingeschnuppert] Dungeons & Dragons

In einer kleinen Runde hatte ich das erste Mal die Gelegenheit in das „Urgestein“ des Rollenspiels
– Dungeons & Dragons – hineinzuschnuppern.

D&D


Da es im Großen und Ganzen um das Kennenlernen der Regeln und des Systems gehen sollte, gab es kein großartiges Setting und ich war zunächst reichlich unentschlossen was ich spielen wollte.
Meine beiden Mitspieler hatten sich recht schnell für einen zwergischen Warlock und einen Ranger entschieden, so dass ich mit einem Spitzohr liebäugelte.
Schlussendlich lag auch ein elfischer Rogue vor mir auf dem Tisch ^^

 

Mit dem Auftrag einem Händler seine gestohlene Ware zurückzubringen, die nur die Kobolde entwendet haben konnten, ging es mit zwei NSCs in den ersten Dungeon.

Die ersten Gegner fielen reichlich langsam, was jedoch daran lag, dass die Spieler die Regeln so gut wie gar nicht und der Spielleiter die Regeln nicht aus dem Effeff beherrschte. So musste vor fast jedem „Zug“ das Regelwerk oder eine lose Zettelflut zu Rate gezogen werden (was jedoch kein Beinbruch war).
Jedoch kam bei mir noch ein Freitagabend-Tief hinzu, das dazu führte, dass meine Gehirnwindungen sinnlose Übersetzungen der englischen Regeln erzeugten ;)

Im nächsten Raum waren dann fast alle Unklarheiten beseitigt und es ging wesentlich zügiger voran.
Wir stellten fest, dass manche Gegner „fiese Möpp“ sind und meine Schurkin auch im xten Anlauf nicht die Falle entschärfen konnte, weil mich die Würfel trollten (Diese Biester >:-) beim DSA würfeln sie immer hohe Zahlen und dann, wenn man es brauchen könnte, fällt alles im einstelligen Bereich).

Nach einem dritten Raum beendeten wir die Sitzung für den Abend und einige Tage später ging es mit neuem Mut und vor allem ausgeschlafenen Gehirnwindungen ;) weiter.

In den letzten Räumen wurden einige Heilungen ausgegeben und die Regel zum Tod eines Charakters noch einmal nachgeschlagen. Huff… knapp schlitterten einige Charaktere am Jenseits vorbei, doch unseren Tank zerriss es beim letzten Gegner mit einem Schlag. O.o

Trotzdem schlugen wir uns weiter wacker, konnten einigen Loot einsacken und zum Schluss dem Händler seine Ware wiederbringen.

 

Nach dem Abschließen dieser ersten kleinen Runde fühlt sich Dungeons & Dragons für mich ein wenig wie eine Mischung aus Brettspiel und MMORPG an. Vermutlich ist daran auch das, für die Runde, fehlende Setting schuld, denn allzu viel Rollenspiel gab es leider nicht und auch mein Charakter fühlte sich, so ganz ohne Story, irgendwie „leer“ an.
Dennoch mag ich das System und die Art einen Kampf zu bestreiten. Es ist toll, nicht nur grob zu sagen, wo man steht und wie weit der Angriff reicht, sondern dies „Kästchengenau“ sagen zu können.

Mit ein wenig mehr „Drumherum“ werden wir sicher noch einmal einen Versuch wagen und ich denke, dass mich Dungeons & Dragons dann auch wirklich überzeugen kann.

Comments are closed.

  1. ghoul sagt:

    Offenbar hast Du D&D4 gespielt, welches tatsächlich vom System an MMORPG angelehnt ist. Insofern hat es nur sehr wenig mit dem „Urgestein des Rollenspiels“ zu tun.

    • Papierheldin sagt:

      Hallo ghoul,
      ja stimmt, wir haben D&D 4 gespielt.
      Da ich bisher noch nie D&D gespielt habe, habe ich natürlich auch keinen Vergleich zu den unterschiedlichen Versionen. Ich habe mal den Punkt „Urgestein“ in Anführungszeichen gesetzt :)

  2. Welche Version von D&D habt ihr denn gespielt?
    „Kästchengenaue“ Bewegung lässt mich 3e oder 4e vermuten?

  3. Wobei es mittlerweile so viele verschiedene Fassungen des Spiels gibt, dass es ohnehin schwer ist, den Geist von D&D zu erfassen. „Authentisches D&D“ umfasst ja auf der einen Seite Turnierspiele à la Tomb of Horrors und am anderen Ende des Spektrums Railroads wie Dragonlance, wobei die Megadungeons eher ein Retro-Phänomen zu sein scheinen.
    Sicher ist nur, dass die Vierte Edition so weit von diesem Geist weg ist (mechanisch und von allen implizierten Grundlagen her), dass es eigentlich ein völlig anderes System ist, das nominell die gleichen Attribute und Würfel verwendet. Dungeonslayers auf Aventurien ist ja auch kein DSA, selbst wenn beides „d20-roll-under“-Systeme sind.