[Review] „Blutränke“ von Nathalie Wojta

Die Geschichte um Albiana ist vor einigen Jahren in den DIN A5 Heften „Magische Verbindungen“, „Schattenschlund“ und „Bluttränke“ beim Verein ArtMacoro erschienen.
Zu Beginn dieses Jahres hat die Autorin Nathalie Wojta die Geschichte noch einmal überarbeitet und als gesamtes Werk mit dem Titel „Blutränke“, ebenfalls über ArtMacoro veröffentlicht.

Blutränke

Im Rahmen der Neuauflage haben auch noch einige Zusatzkapitel, die die Hintergründe besser beleuchten und der Geschichte noch mehr Tiefe verleihen, den Weg in das Buch gefunden.


Da es schwierig ist, die komplette Geschichte wiederzugeben, wenn man nicht die spannendsten Wendungen verraten möchte, reiße ich den Inhalt nur an.

Albiana, eine athletische Kriegerin, Windmagierin und Meisterin der Dolche, heuert als Schutzfrau bei einer Karawane an. Aufgrund ihrer Fähigkeiten, bekommt sie vom Anführer eine besondere Aufgabe übertragen. Ihr ganzes Augenmerk soll auf einer Kiste der mitreisenden Mitglieder des Sajan-Ordern liegen.
Widerwillig beugt sich Albiana ihrer Aufgabe, denn nicht nur dass die Männer und Frauen des Sajan-Orden skrupellose Magier seinen sollen, heißt es auch, der Orden führt Experimente an Menschen durch.
Auf der letzten Etappe der Reise passiert das fast schon unvermeidliche – die Karawane wird angegriffen und Albiana erhält innerhalb eines Augenblicks Gewissheit darüber, was sie solange Zeit für ein Gerücht gehalten hat.

Der Überfall ist erst der Auftakt zu einer langen Flucht, bei der Albianas bisheriges Leben auf den Kopf gestellt wird. Denn um das Leben eines Freundes zu retten, muss sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.


Die Geschichte um Albiana spielt in einem klassischen Fantasysetting mit Magiern und mittelalterlich angehauchten Städten.
Das Buch ist klar gegliedert und flüssig lesbar. Es gibt keine Bandwurmsätze bei denen man sich nicht mehr an der Anfang erinnern kann, wenn man am Punkt angekommen ist.

Meinen größten Spaß hatte ich daran, dass man im Laufe der Geschichte die zahlreichen Facetten der vorkommenden Charaktere kennenlernen kann. Dadurch habe ich besonders Albiana mit ihrem Dickkopf in mein Herz geschlossen, was dazu führte, dass ich zum Ende des Buches ein Taschentuch brauchte ^^

Auch mag ich es, wenn Charaktere, die einen nicht ungefährliches Lebensabschnitt hinter sich bringen, Konsequenzen davon tragen, seien es körperliche oder seelische.
Dies hat Frau Wojta konsequent umgesetzt, denn Albiana riskiert an einigen Stellen der Geschichte ihr Leben und muss im Anschluss den Folgen ins Auge blicken.

Innenansicht-Blutränke

Blick in Blutränke

Die Illustrationen waren ein weiteres Highlight des Buches für mich.
Es ist schon so lange her, dass ich einen Roman mit Zeichnungen in der Hand hielt, dass es mich besonders gefreut hat, dass Frau Wojta ihr Werk mit den Illustrationen von Lisa Feyerabend aufgelockert hat.

Ich würde den Roman „Blutränke“ jugendlich oder jung gebliebenen Lesern empfehlen, die nicht den klassischen Heldenepos erwarten.


Die Fakten:

Buch: „Blutränke“ von Nathalie Wojta
Erschienen bei: Verein ArtMacoro
Erschienen: 2016
Seiten: 227 Seiten Geschichte plus ein Glossar
Preis: 10,00 EUR
Besonderheit: Im Buch sind zusätzlich wunderschöne Illustrationen von Lisa Feyerabend

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