[Review] Dakardsmyr – Im Nebel der Myrkansümpfe

„Dakardsmyr – Im Nebel der Myrkansümpfe“ ist ein weiteres, babyblaues DIN A4 Softcover-Heft aus dem Uhrwerk Verlag für die Welt von Splittermond.
Auf knapp der Hälfte, des 64-seitigen Heftes, findet man stimmungsvolle Beschreibungen über die Myrkansümpfe und die Stadt Dakardsmyr.
Die restlichen Seiten beinhalten, wie bereits im ersten Regionalband „Die Arwinger Mark“, zwei Abenteuer, die den Abenteurern die beschriebene Region auch am Spieltisch näher bringt.

Dakardsmyr

Zu dem Inhalt der beiden Abenteuer „Die Totengräber von Dakardsmyr“ (Jörg Löhnerz) und „Bis zum Hals“ (Uli Lindner) kann ich noch nichts schreiben, da ich diese selbst mit meiner Gnomin erleben möchte ;)
Wer trotzdem an einer Beschreibungen der Abenteuern interessiert ist, findet diese in den Rezensionen von Teilzeithelden und von der Seifenkiste herab.


Die ersten Seiten von „Dakardsmyr – Im Nebel der Myrkansümpfe“ widmen sich den individuellen Gegebenheiten der Region.
Der Leser erhält einen Überblick über die Geschichte und Kultur der Sumpfgnome. In diesem Abschnitt wird auch auf den ungewöhnlichen Glauben der Gnome eingegangen, denn im Gegensatz zu einigen anderen Kulturen in Lorakis verehren die kleinen Kerle eine „Himmlische Familie“.
Den Abschluss des ersten Themengebietes bildet die Alchemie und Magie, bei der man einen Eindruck von der Sumpfgnomischen-Cleverness bekommt.

Nach dem ausführlichen ersten Einblick folgt ein Rundgang durch die Myrkansümpfe. Hier werden die Flora und Fauna, besondere Orte und die dort lebenden Feen thematisiert.

Das größte Kapitel bildet die Beschreibung der Stadt Dakardsmyr. Es werden wichtige Gruppierungen vorgestellt und der Aufbau der Stadt anhand eines typischen Viertels beschrieben.
In diesem Teil des Heftes befindet sich auch mein persönliches Highlight – wenn man einmal davon absieht, dass die Sumpfgnome mir sowieso den Kopf verdreht haben ;) – die Karte der Stadt Dakardsmyr.
Dieser, eigentlich einfache, Effekt mit dem Nebel begeistert mich. Ich finde es genial, dass man gleich auf einen Blick die Höhenunterschiede in der Stadt erkennen kann.


Wie bereits in den zuletzt erschienen Regelwerken von Splittermond, fehlt es natürlich auch in diesem Regionalband nicht an Zufallstabellen und Regelerweiterungen. So kann man den Namen eines Geheimbundes erwürfeln oder die Regeln für Sumpfreisen vertiefen.

Auch werden wieder direkt die weißen Flecken festgelegt.
Wer es noch nicht kennt: Weiße Flecke sind Gegenden in denen man sich nach Herzenslust austoben kann, da diese Orte nicht mehr von der Splittermondredaktion beschrieben werden.


In meinen Augen sammelt der Regionalband viele Pluspunkte durch die gelungenen Beschreibungen, die mir direkt das Gefühl gaben im schmatzenden und stinkenden Sumpf zustehen.
Auf fast jeder Seite gibt es wunderschöne, vollfarbige Illustrationen und beim Lesen sind mir schon reichlich Charakter- und Abenteuerideen in den Kopf gesprungen.

Den einzigen, wirklich kleinen, Minuspunkt würde ich für eine fehlende Legende an der Dakardsmyr-Karte im Heftinneren verteilen.
Im Fließtext werden besondere Orte beschrieben, die auch mit Zahlen auf der Karte gekennzeichnet sind. Leider geht der Text über mehrere Seiten, so dass eine Legende den Überblick vereinfacht hätte.
Aber wie geschrieben, ein wirklich keiner Minuspunkt, den ich bereits mit einen Klebezettelchen beseitigt habe ;)

KlebezettelKart2e

Meiner Meinung nach ist der Regionalband „Dakardsmyr – Im Nebel der Myrkansümpfe“ ein wirklich rundes Produkt.
Der Band enthält für mich genug Informationen, um den Hintergrund meiner Gnomin noch lebendiger zu gestalten und mich mit Dakardsmyr vertraut zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

One comment

  1. Papierheldin sagt:

    […] Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut? Der Splittermond Regionalband „Dakardsmyr – Im Nebel der Myrkansümpfe“. Da die kleinen Gesellen sich zu meiner liebste Rasse in Lorakis gemausert haben, habe ich mich […]