[Review] „Die Hütte im Sumpf“ von Aşkın-Hayat Doğan

Die Hütte im Sumpf“ von Aşkın-Hayat Doğan ist ein Splittermond Fan-Abenteuer, das den 4. Drachenzwinge Abenteuerwettbewerb gewann.

Spoiler Alarm –
Wer das Abenteuer noch als Spieler erleben möchte, sollte diesen Artikel nicht weiterlesen!


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Das Abenteuer beginnt bei unserem Zipfelhut tragenden Zirkelrat Asmus Jalander in Arwingen. Die Abenteurer sollen ihm bei dem Aufbau der Kunstausstellung „Die Farben des Mondes“ helfen, als plötzlich Hilferufe erklingen.
Nach einer kurzen Suche kann man herausfinden, dass die Rufe aus dem Gemälde „Die Hütte im Sumpf“ stammen und natürlich möchte Asmus Jalander und hoffentlich auch die Abenteurer wissen was vor sich geht. Um mehr zu erfahren wirkt der Zirkelrat, sofern ihm nicht die Abenteurer zuvorkommen, den Zauber „Magie erkennen“.
Noch während des Zaubers, dabei ist eigentlich egal was für ein Zauber gewirkt wird, wird die Gruppe in das Bild (in eine Subdomäne) gezogen.
Nach dem die Abenteurer wieder festen Boden unter den Füßen haben, finden sie sich vor der ihnen bereits bekannten Hütte wieder, welche, wie sich schnell herausfinden lässt, zu einem nahen Dorf gehört.

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Um aus der Subdomäne hinauszugelangen müssen die Abenteuer drei Herzen (alternativ eines) zerstören.
Natürlich wird ihnen nicht mit blinkenden Pfeilen der Weg gewiesen, so dass sich mehrere Probleme ergeben ;)
Die Zeit verläuft in dem Bild nach ihren eigenen Regeln. So kann das Laufen der gleichen Strecke einmal Stunden dauern und ein anderes Mal wenige Minuten. Auch ist die Subdomäne in verschiedene Zonen aufgeteilt, die, sobald alle Abenteuer diese Zone verlassen haben, ‚resettet‘ wird. Sprich, es wird alles zurück auf Anfang gesetzt: Freundschaften zu NSCs sind verloren, aber auch Tote wieder lebendig.

Zu den beiden genannten „Problemen“ gesellen sich noch Farbwesen, wie 2D Wachen und Drachen oder skurrile Sitten der Dorfbewohner, die es für selbstverständlich erachten Teile von Leichen zur Leimwandgrundierung zu verarbeiten.

Aber es gibt auch für die Abenteurer einen großes Trostpflaster: An mehreren Stellen können Sie Farbpöttche finden, deren gezeichneten Wesen mehr oder weniger (dabei kommt es auf das Gelingen einer Edelhandwerk-Proben an) Wirklichkeit werden.

Splittermond

In unserer Runde haben wir ca. 18 Spielstunden mit dem Abenteuer verbracht und meine Spieler haben doch ab und an verdutzt aus der Wäsche geschaut (den Farbwachen sei Dank). Obwohl ich dasselbe von mir behaupten könnte ;D
Denn zu Beginn des Abenteuers haben die „Helden“ den Braten gerochen und überlegt, ob sie nicht ein Bild aus dem Museum stehlen sollen, um es dann gewinnbringend zurück zubringen.

Auch die Farbpöttchen haben die Abenteurer auf interessante Ideen gebracht.
So wurde überlegt ob man nicht, wie im Comic, ein schwarzes Loch malen könne um in eine unter einem liegende Etage zu gelangen.


Die Idee mit den Herzen ist in meiner Runde leider recht schnell „aufgeflogen“. Denn seit dem Abenteuer „Das Geheimnis des Krähenwassers“ sind einige Abenteurer etwas paranoid gegenüber Vögeln. Und als sie den einzigen im Abenteuer vorkommenden Vogel sahen, wurde er kurzerhand abgeschossen (bei einem Triumph durch den Schützen gaben es auch kein entrinnen mehr für das Tier). Durch das kurze Beben, das daraufhin durch die Welt ging, war die Idee mit den Herzen nicht mehr weit.

Dadurch, dass die Abenteurer recht „schnell“ aus der Subdomäne hinausgelangten, rannten sie an einigen Informationen (z.B. wie und aus welchem Grund die Domäne entstand) vorbei. Da dies für beide Seiten nicht so richtig zufriedenstellen war, habe ich noch ein Nachspiel angehängt, bei dem die Abenteuer in das existierende Dort „Torfhalde“ gereist sind um dort die fehlenden Informationen zu sammeln und mehr über den Ursprung des Bildes zu erfahren.


Fazit
In unserer Runde sind wir uns einig, dass „Die Hütte im Sumpf“ ein wirklich geniales Abenteuer ist, bei dem jeder Charakter auf seine Kosten kommen kann und das zu Recht den 4. Drachenzwinge-Abenteuerwettbewerb mit seinem Horrorszenario gewonnen hat.

Aşkın-Hayat Doğan hat sich viel Mühe gemacht dem Spielleiter reichlich Details an die Hand zu geben. Leider wirken jedoch an manchen Stellen die Details etwas unausgeglichen. So gibt es für die Dorfbewohner drei Seiten Informationen, wo hingegen beim Herrengut die Beschreibungen für die Räume fehlen.
Aber Raumbeschreibungen kann man sich vorher zurechtlegen und auch die Alternative Idee, die das Abenteuer so ändert dass es nicht mehr in einem Museum beginnt, gefällt mir sehr gut.

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