[RSP-Karneval] Ruinen

Im Dezember 2014 habe ich die Heilstätten in Beelitz besucht und anlässlich des aktuellen Karneval der Rollenspielblogs, mit dem Monatsthema „Ruinen“, möchte ich in diesem Beitrag einige Bilder und Gedanken festhalten, die euch vielleicht Impulse bei der Charakter- oder Abenteuergestaltung bieten.



Der Karneval der Rollenspielblogs ist ein digitaler Umzug, bei dem sich jeder deutschsprachige Rollenspielblog beteiligen kann und seine Kreativität im Bezug zum Monatsthema frei entfalten kann.

Das aktuelle Thema „Ruinen“ wird moderiert durch Spiele im Kopf.
Eine Auflistung aller weiteren Beiträge findet ihr hier: RSP-Blogs-Forum


Bevor es jedoch mit den Bilden und Gedanken losgeht, noch ein wenig geschichtlicher Input 😉

Die zwischen 1898 und 1930 errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten bildeten mit 60 Gebäuden auf ca. 200 ha den größten Krankenhauskomplex im Berliner Umland.
Die Heilstätten wurden in zwei Bereiche unterteilt: die Lungenheilstätten und die Sanatorien zur Behandlung nicht ansteckender Krankheiten.
Diese Hauptbereiche waren innerhalb noch einmal strikt nach Geschlechtern getrennt, ebenso wurde auch überwiegend mit dem Personal verfahren. Wer sich nicht an die Regel hielt, und dabei erwischt wurde, verlor seinen Krankenhausplatz.

Im ersten und zweiten Weltkrieg dienten die Heilstätten auch als Lazarett für verwundete Soldaten. Nach Ende des zweiten Weltkriegs, in dem viele Teile des Geländes schwer beschädigt wurden, wurden die Beelitz-Heilstätten von der Roten Armee übernommen. Bis 1994 waren die Heilstätten das größte Militärhospital der sowjetischen/russischen Armee im Ausland.

Einige Gebäude wurden inzwischen saniert oder durch neue ersetzt und ein Investor wandelt seit 2016 einige Teile des ehemaligen Frauen-Sanatoriums in ein „Creative Village“ um.


Bilder

Hinweis: Die Heilstätten in Beelitz werden von einem Sicherheitsservice überwacht und sind umzäunt, bei Einbruch werden rechtliche Schritte eingeleitet.
Ich selbst habe diese Fotos während einer Tour des Veranstalters go2know geschossen.

 

Gedankenschnipsel
Beim Durchstöbern des Fotoarchivs sind mir noch folgende lose Gedanken zum Spiel mit Ruinen gekommen. Dabei sind die Ideen weder perfekt ausgearbeitet noch einem Spielsystem zugeordnet.

„Geheimversteck“
Die Ruine dient als Geheimversteck für die Abenteuer oder Schurken.

„Ahnenforschung“
Ein Abenteurer betreibt Ahnenforschung und alte Tagebucheinträge treiben ihn zur Ruine.

„Expedition“
Die Abenteurer werden auf eine Expedition zur Ruine geschickt. Es sollen dort unerklärliche Dinge geschehen.

„Versammlungspunkt“
Die Ruine ist ein Versammlungspunkt von Untoten. Die Abenteurer müssen dort eindringen, um einen speziellen Gegenstand zu bergen.

„Besondere Patienten“
In einem schwer zugänglichen Trakt unter der Ruine wird noch immer an einem Heilmittel für „besondere Patienten“ geforscht.

„Umschlagplatz“
Die Ruine ist der Umschlagplatz von außergewöhnlichen Waren.

„Mordfälle“
Es tauchen immer wieder Leichen in der Ruine auf, die Abenteurer sollen die Täter dingfest machen

„Erinnerungen“
Die Abenteurer bringen einen ehemaligen Patienten zur Ruine, er will diese ein letztes Mal vor dem Ableben sehen und die alten Erinnerungen erwachen erneut zum Leben.

„Fluch“
Ein Fluch lastet auf der Ruine. Entdecker und Forscher werden von einer unerklärlichen Krankheit heimgesucht.

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2 comments

  1. Sorben sagt:

    Coole Bilder, habe schon einiges von Beelitz gehört und auch Bilder gesehen. Die Ruine hat was.